Sie haben die Erfahrung bestimmt auch schon gemacht: Pünktlich mit der Geburt des Kindes flattern die Werbeprospekte verschiedener Versicherungen ins Haus. Unfall, Kinderinvalidität, Berufsunfähigkeit, Haftpflicht – nicht unbedingt Themen, denen sich junge Eltern widmen möchten. Es ist jedoch ratsam, sich rechtzeitig über die richtige Absicherung Gedanken zu machen.
Mütter und Väter möchten ihr Kind natürlich vor allen Risiken im Leben schützen. Und im Dschungel der Policen gibt es auch für alle Situationen Lösungen. Welche Versicherungen aber letztendlich wirklich Sinn machen, ist nicht immer leicht herauszufinden.
Die Suche nach der richtigen Police
Sich selbst im Internet auf die Suche nach dem richtigen Versicherungsschutz für sich und seine Familie zu machen, ist Sisyphusarbeit. Viel zu groß ist das Angebot und zu wenig versiert sind die meisten von uns im komplizierten Versicherungs-Jargon. Natürlich kann man sich auf die Testsieger von Zeitschriften verlassen, aber manchmal passen die getesteten Angebote nicht genau zu den Bedürfnissen der Familie.
Wichtig: Ein unabhängiger Berater
Bleibt also: der Versicherungsmakler. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie einen unabhängiger Berater finden: Er kann auf eine Vielzahl von Versicherungsangeboten zurückgreifen. Ein guter Versicherungsspezialist geht wie ein Arzt vor. Erst checkt er: Was fehlt? Was haben Sie schon? Was wünschen Sie sich für sich und Ihr Kind? Wo sehen Sie Ihre Familie in fünf oder zehn Jahren? All das ist wichtig, damit der Makler mit Ihnen eine ganz persönliche Strategie entwickeln kann. Eine Versicherung für Ihr Kind, die Sie – wegen der eingebauten Dynamik – nach drei Jahren nicht mehr bezahlen können, macht zum Beispiel keinen Sinn.
Der Blick ins Kleingedruckte
Sich an die Versicherungen selbst zu wenden, ist oft keine gute Idee, wenn man sich nicht gut auskennt. Denn die Unternehmen wollen natürlich ihre Produkte verkaufen. Auch wenn sie für Sie vielleicht nicht so viel Sinn machen. So genannte Komplettpakete (viele Elemente, niedrige Deckungssumme), die das Kind vor allen Risiken schützen sollen, erweisen sich oftmals als Konstrukte, die im akuten Fall nicht ausreichend greifen. Also Vorsicht bei solchen Lockangeboten! Ganz wichtig: der genaue Blick ins Kleingedruckte.
Nicht verunsichern lassen
Versicherungen und Berater sind geschult im Umgang mit jungen Eltern. Gerne wird auch die emotionale Keule ausgepackt: „Wie wichtig ist Ihnen eigentlich das Wohl Ihres Kindes?“. Lassen Sie sich nicht verunsichern oder zu etwas überreden, das sie nicht wollen. Wägen Sie genau ab, ob ein Einzelzimmer im Krankenhaus oder die Heilpraktikerkosten für Ihr Kind als zusätzliche teure Bausteine im „Rund-um-Wohlfühl-Paket“ wirklich sein müssen. Als oberste Regel gilt: Ihr Kind ist nur dann gut abgesichert, wenn Sie selbst gut abgesichert sind. Das heißt: Wenn Sie eine gute Berufsunfähigkeits- und eventuell noch eine Risikolebensversicherung haben, ist das schon mal die halbe Miete für Ihre Familie.
Hier lesen Sie, welche Versicherungen und Verträge Sie für Ihre Familie benötigen – und welche Sie sich eventuell sparen können. Zusätzlich erhalten Sie Informationen zu verschiedenen anderen Punkten aus den Bereichen Finanzen und Recht.
Sandra Schmid / www.baby-und-familie.de;
31.08.2009, aktualisiert am 01.06.2011
Bildnachweis: ItStockFree/RYF
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